Die neue Version der pfSense® Community Edition 2.9 wurde offiziell veröffentlicht. Nach längerer Zeit ohne großes CE-Release bringt das Update die Community Edition technisch wieder ungefähr auf den Stand der aktuellen pfSense® Plus 26.x Serie.
Dabei wurden zahlreiche zentrale Komponenten aktualisiert. Unter anderem setzt pfSense® CE 2.9 jetzt auf FreeBSD 16-CURRENT, OpenSSL 3.5.7, OpenSSH 10.3p1 und PHP 8.5.7. Auch beim Thema Sicherheit gibt es wichtige Änderungen: Die WireGuard-Schwachstelle CVE-2026-58085 in FreeBSD wurde behoben.
Zusätzlich wurden die standardmäßig verwendeten SSH-Server-Algorithmen auf modernere Einstellungen angepasst. Sollte sich ein älterer SSH-Client nach dem Update nicht mehr verbinden können, sollte daher zunächst geprüft werden, ob für die verwendete Client-Software ein Update verfügbar ist.
Auch die Zertifikatsverwaltung wurde modernisiert. Neu erstellte TLS-Zertifikate verwenden stärkere Key-Einstellungen und unterstützen nun auch die automatische Erneuerung sowie die neuen Zertifikatslaufzeiten von 200 Tagen.
Neu hinzugekommen ist außerdem die experimentelle Unterstützung für „Endpoint-independent Port Restricted Cone Outbound NAT“. Hinter dem etwas sperrigen Namen steckt ein Verfahren, das versucht, die Zuordnung von Ports und externen IP-Adressen für Clients möglichst stabil zu halten, wenn diese mit mehreren unterschiedlichen Gegenstellen kommunizieren. Im Gegensatz zu statischem Port-NAT geschieht dies dynamisch.
Das kann insbesondere bei anspruchsvolleren VoIP-/SIP- oder Peer-to-Peer-Konstellationen hilfreich sein, bei denen NAT häufig Probleme beim Aufbau oder beim dauerhaften Halten von Verbindungen verursacht.
Da das Feature aktuell noch als experimentell gilt, sollte vor dem Einsatz unbedingt die Dokumentation geprüft und der Einsatz möglichst zunächst in einer Testumgebung erprobt werden.